Schoppernau liegt im hinteren Bregenzerwald auf 852 Metern Höhe, am rechten Ufer der Bregenzer Ach. Das langgezogene Dorf erstreckt sich als Reihensiedlung und geht unterhalb der Pfarrkirche in ein Haufendorf über. Die Gemeinde ist von den Bergen des Bregenzerwald- und Lechquellengebirges umgeben, wobei etwa ein Viertel des Gebiets bewaldet ist und über ein Drittel zu den Alpen zählt.
Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort im 15. bis 17. Jahrhundert unter den Namen „Schapernow“ und „Schaupernaw“. Schoppernau gehörte lange zum Gerichtsbezirk Bregenzerwald und kam 1390 mit der Herrschaft Feldkirch zu Österreich. Nach einer vorübergehenden Zugehörigkeit zu Bayern zwischen 1805 und 1814 ist der Ort seit 1861 Teil des Bundeslandes Vorarlberg. Wirtschaftlich prägten zunächst Landwirtschaft und Milchverarbeitung das Bild, während heute der Fremdenverkehr eine zentrale Rolle spielt.
Das Ortsbild wird von historischen Bauwerken wie der Pfarrkirche Hl. Philippus und Jakobus geprägt, die um 1500 entstand und später mehrfach umgebaut wurde. Besonders bekannt ist das Geburtshaus des Dichters Franz Michael Felder, der hier 1839 geboren wurde. Die Gemeinde ist auch als Wintersportort bekannt, vor allem durch die Bergbahnen Diedamskopf, die auf den gleichnamigen Berg führen. Kulturell verbindet Schoppernau Tradition mit moderner Architektur, etwa beim Gemeindeamt oder der Armenseelenkapelle.