Sibratsgfäll liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, eingebettet im Subersachtal auf etwa 930 Metern Höhe. Rund die Hälfte der Fläche ist bewaldet, ein weiteres Drittel gebirgig, und die Gemeinde grenzt direkt an Deutschland. Der Rubach mündet nahe dem Ortskern in die Subersach, die durch das Tal fließt.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im frühen 16. Jahrhundert, als ein Teil als Vorsäß genutzt wurde. Später rodeten Bauern und Tiroler Holzfäller, die sogenannten Schwozer, das Gebiet und siedelten sich dauerhaft an. Die Holzerei prägte lange das Leben hier, unterstützt durch Stauseen und später die Bregenzerwaldbahn, die den Holztransport erleichterte. Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden Genossenschaften und ein Stickereibetrieb, die den Ort wirtschaftlich stärkten.
Heute ist Sibratsgfäll vor allem vom Tourismus geprägt, mit einem Schlepplift für Wintersportler und zahlreichen Übernachtungen. Die katholische Pfarrkirche hl. Michael und mehrere Kapellen prägen das Ortsbild. Eine Besonderheit ist die Georunde Rindberg, die Wanderer anzieht. Die Gemeinde pflegt seit Jahrzehnten eine Partnerschaft mit einer saarländischen Gemeinde und brachte mit Vanessa Nussbaumer eine bekannte Skirennläuferin hervor.