Schotten liegt im mittelhessischen Vogelsbergkreis, eingebettet in die hügelige Landschaft des Vogelsbergs. Die Stadt erstreckt sich zwischen 168 und 773 Metern Höhe und umfasst markante Erhebungen wie den Taufstein und den Hohenrodskopf. Im Nordosten grenzt sie an Ulrichstein und Herbstein, im Osten an Grebenhain, während im Süden und Westen Gedern, Nidda und Laubach benachbart sind. Die Region lockt mit ausgedehnten Wäldern, dem Niddastausee für Wassersport und dem Hochmoor als Wanderziel.
Die Wurzeln Schottens reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, wie archäologische Funde belegen. Im Mittelalter wurde die Siedlung durch iro-schottische Mönche geprägt, die hier eine Kirche errichteten. Die strategische Lage an einer alten Handelsroute führte zum Bau der Alteburg, einer Turmburg aus der Zeit um 1000. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich Schotten durch Wallfahrten zu einem bedeutenden Pilgerort, was der Liebfrauenkirche mit ihrem 56 Meter hohen Turm und dem prächtigen Hochaltaraufsatz zu Ruhm verhalf.
Heute ist Schotten als Europastadt bekannt und verbindet historische Bauwerke mit einer lebendigen Natur. Die Liebfrauenkirche mit ihrem Vierungsturm und der mittelalterliche Altstadtkern prägen das Bild. Die umliegenden Ortsteile wie Burkhards oder Eichelsachsen wurden im Zuge der Gebietsreform eingegliedert und tragen zur Vielfalt der Stadt bei. Wanderwege führen zu den höchsten Punkten des Naturparks Vulkanregion Vogelsberg, während der Niddastausee Erholung bietet.