Nidda liegt im hessischen Wetteraukreis, eingebettet im Naturraum Unterer Vogelsberg. Der namensgebende Fluss Nidda durchzieht die Stadt, die von sanften Hügeln und waldreichen Landschaften umgeben ist. Im Norden grenzt sie an Laubach, im Osten an Schotten und Hirzenhain, im Süden an Ortenberg und Ranstadt sowie im Westen an Echzell und Wölfersheim. Die Stadt besteht aus mehreren Stadtteilen wie Bad Salzhausen, Borsdorf, Eichelsdorf und Michelnau, die sich um den historischen Kern gruppieren.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Nidda zwischen 802 und 817 als Nitaha. Im 12. Jahrhundert entstand hier eine Wasserburg, die von den Grafen von Nidda erbaut und später durch ein Renaissanceschloss ersetzt wurde. Die Grafen prägten die Stadt über Jahrhunderte, bis sie 1450 an die Landgrafen von Hessen fiel. Der Johanniterorden hinterließ ebenfalls Spuren, indem er eine Komturei errichtete. Im 19. Jahrhundert wurde Nidda Sitz eines Landratsbezirks und später Teil des Kreises Büdingen.
Die Stadt besticht durch ihre historische Bausubstanz, darunter eine romanische Pfarrkirche mit spätgotischem Kirchturm. Die Umgebung lädt zu Wanderungen ein, und die Stadtteile bewahren eigene Traditionen. Ein besonderes Ereignis ist die Verlegung von Stolpersteinen für die Opfer des Nationalsozialismus. Nidda trägt seit 2026 den Beinamen Johannes-Pistorius-Stadt.