Schulzendorf liegt am südöstlichen Rand Berlins im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald. Im Norden grenzt es an Eichwalde und Berlin-Schmöckwitz, im Westen an Schönefeld mit Waltersdorf und im Südosten an Zeuthen. Der Flughafen Berlin Brandenburg liegt nur wenige Kilometer westlich. Die Gemeinde besteht aus vier Siedlungsteilen: dem historischen Dorfkern Alt-Schulzendorf, der sich als märkische Dorfanlage mit geschützten Freiflächen erhalten hat, der Siedlung Eichberg im Norden, der sich nahtlos in Eichwalde fortsetzt, der zentralen Siedlung Schulzendorf-Mitte sowie Neu-Schulzendorf im Südosten, das ohne klare Grenze in Zeuthen übergeht.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1375 als Schultendorpp im Landbuch Karls IV., doch vermutlich bestand er bereits unter askanischer Herrschaft. Im 15. Jahrhundert wechselten Dorf und Kirche mehrfach den Besitzer, darunter an die Familien Bardeleben, Storkow und Diricke. Im Dreißigjährigen Krieg verödete das Dorf fast vollständig, doch nach 1648 wurde es wieder aufgebaut und gehörte zeitweise zum Besitz der Familie von Rochow. Ab 1718 stand Schulzendorf unter der Herrschaft der Hohenzollern, die es 1812 an den preußischen Staatsminister von der Reck verkauften. Im 19. Jahrhundert entstanden erste Schulen und die heutige Patronatskirche, während das Rittergut durch die Familie Israel geprägt wurde, die 1889 ein repräsentatives Herrenhaus im neorenaissancestil errichtete.
Heute ist Schulzendorf vor allem ein Wohnort am Berliner Stadtrand mit wachsender Bevölkerung. Die Kreuzkirche aus den frühen 1950er Jahren prägt das Ortsbild ebenso wie das historische Gutshaus. Durch die Nähe zu Berlin entwickelte sich der Ort seit dem frühen 20. Jahrhundert zu einer beliebten Wohngegend mit Wochenendhäusern und neuen Siedlungen. Die Landschaft ist geprägt von märkischen Freiflächen und kleinen Wäldern, die den alten Dorfkern umgeben. Trotz der modernen Entwicklung blieb der Charakter eines märkischen Dorfes in Teilen erhalten.