Zeuthen liegt am südöstlichen Rand Berlins, eingebettet zwischen dem Fluss Dahme und dem gleichnamigen See. Die Gemeinde besteht aus zwei historischen Kernen: dem alten Angerdorf Miersdorf im Südwesten und dem neueren Zentrum rund um den Bahnhof, der nach dem Bau der Bahnstrecke Berlin–Görlitz entstand. Ein weiterer Wohnplatz, Miersdorfer Werder, liegt auf einer Halbinsel des Sees und ist nur über benachbarte Orte erreichbar. Die Landschaft ist geprägt von Wäldern und Gewässern, während landwirtschaftliche Flächen kaum noch vorhanden sind.
Erstmals erwähnt wurde Zeuthen im Jahr 1375 als kleines Dorf ohne nennenswerte Ackerflächen, das vor allem von Fischerei und Bienenzucht lebte. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Ort mehrfach den Besitzer, darunter Adelsfamilien, Bürger aus Berlin und schließlich das Amt Köpenick. Wirtschaftlich spielte die Landwirtschaft eine wachsende Rolle, doch erst im 19. Jahrhundert entstanden erste Handwerksbetriebe wie eine Windmühle und eine Kolonie für Arbeiter.
Heute ist Zeuthen vor allem durch seine Nähe zu Berlin geprägt, was sich in der dichten Bebauung zeigt. Der Zeuthener See und die Dahme laden zum Wassersport ein, während das historische Angerdorf Miersdorf mit seinem alten Dorfkern einen Kontrast zum modernen Zentrum bildet. Die Gemeinde setzt auf transparente Kommunalpolitik und überträgt Sitzungen live im Internet.