Schwedt/Oder liegt im Nordosten Brandenburgs, wo die Oder die Grenze zu Polen bildet. Die Stadt entstand auf einer sandigen Terrasse über den weiten Poldern des Odertals, umgeben von einer seenreichen Landschaft. Zwischen der Stadt und dem Fluss verläuft ein Kanal, der Teil der Havel-Oder-Wasserstraße ist. Auf polnischer Seite erheben sich steile Hänge, während auf deutscher Seite eine artenreiche Auenlandschaft den Nationalpark Unteres Odertal prägt.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr, als die Stadt unter dem Namen „Scwet“ auftaucht. Im Mittelalter wechselte Schwedt mehrfach die Herrscher, darunter die Hohnsteiner und später die Hohenzollern. Nach dem Dreißigjährigen Krieg begann unter Kurfürstin Dorothea der Wiederaufbau, und französische Hugenotten brachten den Tabakanbau in die Region. Im 18. Jahrhundert wurde Schwedt zur Residenzstadt und erlebte eine kulturelle Blütezeit.
Heute ist Schwedt als Nationalparkstadt bekannt und verbindet Natur mit Geschichte. Das ehemalige Schloss der Markgrafen und die Orangerie erinnern an die barocke Vergangenheit. Im Ortsteil Vierraden zeigt ein Tabakmuseum die einstige Bedeutung des Anbaus. Die Stadt liegt zwischen Berlin und Stettin und ist umgeben von einer einzigartigen Flusslandschaft.