Kippenheim liegt am Rand des Schwarzwalds in der flachen Oberrheinischen Tiefebene, etwa sieben Kilometer südlich der Stadt Lahr. Im Norden grenzt es an Lahr, im Osten an Seelbach, im Süden an Ettenheim und im Westen an Mahlberg. Eine kleine Exklave im Nordwesten berührt zudem Schwanau. Die Landschaft ist geprägt von sanften Vorbergen und fruchtbaren Ebenen.
Erstmals taucht der Ort im Jahr als Chippinheim in einer Urkunde auf, doch schon die Kelten siedelten hier. Später prägten Alemannen und Römer die Gegend, bevor die erste offizielle Erwähnung durch Papst Honorius III. im 13. Jahrhundert folgte. Kippenheim war lange Teil einer gemeinsamen Markgenossenschaft mit Mahlberg und entwickelte sich zu einem Zentrum des Protestantismus. Kriege, darunter der Dreißigjährige Krieg und die Zerstörung durch Franzosen, hinterließen tiefe Spuren. Im 19. Jahrhundert spielte der Ort eine Rolle während der badischen Revolution, als der Bürgermeister Albert Dung als Abgeordneter wirkte.
Heute ist Kippenheim bekannt für seine historische Synagoge, die als Gedenkstätte an die jüdische Geschichte erinnert. Die neuromanische Synagoge aus dem 19. Jahrhundert steht als Symbol für das frühere Gemeindeleben. In der Umgebung finden sich Weinberge, und auf dem Hohbühl erhebt sich die Kapelle „Maria Frieden“, die an die Verschonung im Zweiten Weltkrieg erinnert. Ein buddhistischer Tempel der Dhammakaya-Bewegung bereichert seit 2009 das kulturelle Bild.