Seelow liegt am westlichen Rand des Oderbruchs, wo sich die Bundesstraße 1 durch die Landschaft zieht. Die Stadt ist etwa siebzig Kilometer von Berlin entfernt und nur etwa zwanzig Kilometer von der polnischen Grenze. Zu ihr gehört der Ortsteil Werbig mit mehreren kleinen Gemeindeteilen wie Alt Langsow und Neulangsow.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1252 als „Villa Zelou“, später als Städtchen. Bis zur Auflösung des Bistums Lebus blieb Seelow in dessen Besitz. Mehrfach wurde die Stadt von Bränden heimgesucht, etwa 1630, 1788 und 1809. Im April 1945 fand hier die letzte große Feldschlacht des Zweiten Weltkriegs statt, die Schlacht um die Seelower Höhen, die schwere Zerstörungen brachte.
Prägend für Seelow ist die klassizistische Stadtkirche, die Karl Friedrich Schinkel entwarf. Ein weiteres Bauwerk ist das Schweizerhaus, das einst dem Bankier Hugo Simon gehörte. Die Gedenkstätte Seelower Höhen erinnert an die Kämpfe von 1945, während der Friedenswald als Mahnmal für die Opfer des Krieges und die Vertriebenen gepflanzt wurde. Jährlich finden das Maifest, das Stadtfest und ein historischer Weihnachtsmarkt statt.