Lebus liegt im Südosten Brandenburgs am linken Ufer der mittleren Oder, etwa zehn Kilometer nördlich von Frankfurt (Oder). Auf einem schmalen, langgestreckten Bergrücken erhebt sich die Stadt, umgeben von sanften Hügeln und Wäldern. Im Norden grenzt sie an die Gemeinde Lindendorf, im Osten an die polnische Woiwodschaft Lebus, im Süden an Frankfurt (Oder) und im Westen an Zeschdorf und Fichtenhöhe. Die Landschaft ist geprägt vom Fluss und den historischen Wehranlagen auf dem Bergrücken.
Die Geschichte von Lebus reicht bis in die Bronzezeit zurück, doch seine Blütezeit begann mit der slawischen Besiedlung und der Gründung einer Burg durch den Stamm der Leubuzzi. Im 10. Jahrhundert wurde der Ort unter polnischer Herrschaft zum Bistum erhoben und entwickelte sich zum wichtigen Handelszentrum an der Oder. Die Askanier übernahmen später die Macht, verlagerten jedoch das politische Gewicht nach Frankfurt (Oder). Nach Zerstörungen durch Hussiten und im Dreißigjährigen Krieg verfiel die Burg, während die Stadt allmählich dörflichen Charakter annahm.
Heute ist Lebus vor allem für seine historischen Spuren bekannt, darunter die Reste der alten Burg und die Peterskirche mit dem Grab Heinrichs II. Die Umgebung lädt mit Wanderwegen und dem Blick auf die Oder zu Ausflügen ein. Die Verbindung zur polnischen Woiwodschaft Lebus zeigt sich noch heute in der gemeinsamen Namensgeschichte.