Sens liegt im Département Yonne, etwa hundert Kilometer südöstlich von Paris, wo der Fluss Yonne die Vanne aufnimmt. Die Stadt ist umgeben von einer fruchtbaren Agrarlandschaft und zählt rund 27.000 Einwohner. Mit Auxerre verbindet sie eine Entfernung von etwa 56 Kilometern.
Ihre Wurzeln reichen bis in die keltische Zeit zurück, als sie unter dem Namen Agedincum Hauptort der Senonen war. Die Römer machten sie zu einem wichtigen Knotenpunkt, bauten Straßen wie die Via Agrippa und hinterließen Mauern, Bäder und ein Amphitheater. Später wurde Sens Hauptstadt einer gallischen Provinz und Schauplatz legendärer Ereignisse wie der Hinrichtung der heiligen Kolumba. Im Mittelalter stieg die Stadt zu einem kirchlichen Zentrum auf, beherbergte einen mächtigen Erzbischof und wurde zum Schauplatz theologischer Konflikte, etwa um Petrus Abaelardus.
Heute prägen die erste gotische Kathedrale Frankreichs, der alte Bischofspalast mit seinen Kunstschätzen und das Rathaus das Stadtbild. Sens ist bekannt für seine lebendige Industrie, die von Pharmakonzernen bis zu Elektronik reicht, und gut an das Verkehrsnetz angebunden. Persönlichkeiten wie der Maler Jean Cousin oder der Fußballspieler Bacary Sagna stammen von hier. Die Stadt pflegt enge Partnerschaften mit Lörrach, Senigallia und Chester.