Stockheim liegt im Landkreis Kronach, eingebettet im Haßlachtal und am westlichen Rand des Naturparks Frankenwald. Die Gemeinde grenzt direkt an Thüringen und wird von der Bundesstraße 85 durchzogen, die als Bier- und Burgenstraße bekannt ist. Im Untergrund des Ortes finden sich vulkanische Gesteine und Sedimente aus dem Perm, darunter einst abgebautes Steinkohleflöz, das heute als geologisches Schmuckstück gilt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1109 unter dem Namen „Stoccheim“, was auf eine Rodung hinweist. Über Jahrhunderte prägte der Steinkohlenbergbau das Leben, der bis 1968 betrieben wurde. Im Dreißigjährigen Krieg schenkte der Bamberger Fürstbischof die Rittergüter an die Stadt Kronach. Später entwickelte sich Stockheim durch die Eisenbahnanbindung und eine Champagnerflaschenfabrik zu einem Industriedorf, bis die Weltwirtschaftskrise dem ein Ende setzte.
Heute ist Stockheim vor allem für seine geologische Besonderheit bekannt, das als eines der schönsten Geotope Bayerns ausgezeichnet ist. Die Gemeinde vereint historische Spuren wie ehemalige Bergwerksanlagen mit einer lebendigen Gemeinschaft. Persönlichkeiten wie der Glasfabrikant Carl Sigwart oder die Dramatikerin Kerstin Specht verbinden sich mit dem Ort, der durch seine landschaftliche Schönheit und kulturelle Vielfalt besticht.