Strakonice liegt im Süden Tschechiens, wo die Flüsse Otava und Volyňka zusammenfließen. Die Stadt erstreckt sich auf einer Höhe zwischen 390 und 430 Metern und ist etwa 50 Kilometer von Budweis entfernt.
Ursprünglich entstand der Ort als einer der keltischen Goldwäscheplätze in der Region. Eine Wasserburg an der Mündung der Volyňka prägte die frühe Entwicklung. Die Bavor von Strakonitz bauten sie zur Residenz aus, später ging sie an den Johanniterorden über. Die Stadtrechte erhielt Strakonice im 14. Jahrhundert. Im Hussitenkrieg versuchte Jan Žižka vergeblich, die Burg einzunehmen, doch der Orden blieb bis ins 20. Jahrhundert hier ansässig. Eine jüdische Gemeinde prägte das Stadtbild, bis ihre Spuren im 20. Jahrhundert weitgehend verschwanden.
Heute ist Strakonice bekannt für seine historische Burg und die Kirche St. Margareta. Ein besonderes Highlight ist das Internationale Dudelsackfestival, das seit den 1960er Jahren regelmäßig stattfindet. Die Stadt verbindet Tradition mit Moderne, etwa durch die traditionsreiche Textilindustrie oder den Waffenhersteller Česká Zbrojovka. Berühmte Persönlichkeiten wie der Komponist Johann Anton Graf Losy von Losinthal oder die Leichtathletin Tereza Petržilková stammen von hier.