Volyně liegt im Süden Tschechiens, etwa zehn Kilometer südlich von Strakonice, und gilt als „Tor zum Böhmerwald“. Die Stadt wird von der Volyňka durchflossen, die Staatsstraße I/4 verbindet sie mit der bayerischen Grenze bei Philippsreut. Zu Volyně gehören die Ortsteile Černětice, Račí, Starov und Zechovice.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1271, doch bereits 1299 erhielt er Stadtrechte vom Prager Domkapitel. Im 15. Jahrhundert führte Volyně eine erbitterte Auseinandersetzung mit der Stadt Písek um Salztransporte und Zolleinnahmen. Die Eisenbahnverbindung nach Strakonitz und weiter nach Winterberg wurde 1893 eröffnet. Einst gab es hier eine bedeutende jüdische Gemeinde, deren Spuren sich in einer Synagoge und einem Friedhof aus dem 17. Jahrhundert finden.
Besonders sehenswert ist das Rathaus mit seiner Sgraffitifassade aus den Jahren 1521 bis 1529. Auf dem Marktplatz steht eine Mariensäule, die 1760 nach einer Pestepidemie errichtet wurde. Jährlich im Juni findet das zweitägige Musikfestival Koupák smack statt. Berühmte Persönlichkeiten aus Volyně sind der Zisterzienserabt Christian Humpoletz und der Opernsänger Jan Rubeš.