Stumm liegt im mittleren Zillertal an der rechten Seite der Ziller, gegenüber von Kaltenbach, wo der Märzenbach einen Murkegel aufgeschüttet hat. Die Gemeinde gehört zum Bezirk Schwaz in Tirol und besteht aus dem Haufendorf Stumm sowie den Weilern Acham, Ahrnbach und März. Die Landschaft ist geprägt vom Talverlauf und den umliegenden Bergen.
Schon in vorchristlicher Zeit war die Gegend besiedelt, was alte Hofnamen belegen. Im achten Jahrhundert schenkte Herzog Tassilo III. von Bayern Güter in Stumm dem Stift Herrenchiemsee. Urkundlich taucht der Ort erstmals im zwölften Jahrhundert als „Stumme“ auf und entwickelte sich zu einer geschlossenen Grundherrschaft. Nach mehreren Besitzerwechseln entstand 1849 die heutige Gemeinde.
Besonders sehenswert ist die spätgotische Pfarrkirche zum Hl. Rupert aus dem Jahr 1511, die später barockisiert wurde. Das Schloss Stumm, im Stil Tiroler Ansitze um 1550 erbaut, erinnert an die ehemalige Hofmark. Die Antoniuskapelle und die Ölbergkapelle ergänzen das denkmalgeschützte Ensemble. Stumm lebt von Landwirtschaft, Handwerk und Tourismus, der sich auf zwei Jahreszeiten verteilt. Die Gemeinde ist durch die Zillertalstraße und die Zillertalbahn gut erschlossen.