Uderns liegt im vorderen Zillertal, eingebettet zwischen Fügen und Ried, auf einem Schuttkegel des Finsingbachs. Der Talboden befindet sich auf etwa 500 Metern Höhe, während das Gelände nach Westen hin bewaldet bis auf 1600 Meter ansteigt. Die Gemeinde umfasst neben dem Straßendorf Uderns auch die Dörfer Finsing und Kleinboden sowie die Hofsiedlung Kupfnerberg. Rund die Hälfte der Fläche ist bewaldet, ein Viertel wird landwirtschaftlich genutzt.
Die ersten Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück, später prägten Bajuwaren das Gebiet. Urkundlich erwähnt wurde Uderns erstmals 933, als es in einer Besitzübertragung an das Erzstift Salzburg genannt wurde. Im Gegensatz zu vielen anderen Zillertaler Gemeinden gehörte Uderns stets zu Tirol. Vom 16. bis 19. Jahrhundert lebte die Gemeinde vor allem vom Eisenerzabbau und der Eisenverarbeitung, wobei der Finsingbach mit Wasserkraft die Hochöfen und Hammerwerke antrieb. Ein wirtschaftlicher Einschnitt war die Schließung des Eisenhammerwerks in Kleinboden nach dem Ersten Weltkrieg.
Heute prägen Landwirtschaft, Tourismus und Gewerbe das Bild. Die katholische Pfarrkirche mit dem heiligen Briccius und die Plunggenkapelle sind sehenswert. Bekannt ist auch eine Betreuungseinrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche sowie ein 18-Loch-Golfplatz. Persönlichkeiten wie der Bildhauer Leonhard Posch oder der Motocross-Fahrer Heinz Kinigadner stammen aus Uderns. Die Gemeinde liegt an der Zillertalstraße und der Zillertalbahn, die eine wichtige Verkehrsanbindung bieten.