Suhr liegt im Schweizer Kanton Aargau, eingebettet in eine weite Ebene am Fluss Suhre, kurz vor deren Mündung in die Wyna. Die Gemeinde ist Teil der Agglomeration um Aarau und mit den Nachbargemeinden Buchs und Aarau vollständig zusammengewachsen. Im Westen erhebt sich der Suhrerchopf, während im Süden der Höhenzug „Berg“ mit über 500 Metern Höhe einen markanten Punkt bildet. Das Gemeindegebiet umfasst Wälder, bebaute Flächen und reicht von 385 Metern an der Suhre bis auf 570 Meter am Gipfel des Bergs.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Suhr im Mittelalter, als ein Grundstück in „Sura“ unter königlichen Schutz gestellt wurde. Der Name geht auf den Fluss zurück, der einst als „die Salzhaltige“ galt. Über die Grafen von Lenzburg und Kyburg gelangte der Ort an die Habsburger, die hier bis ins 15. Jahrhundert die Herrschaft ausübten. Nach der Eroberung durch die Eidgenossen gehörte Suhr zum bernischen Untertanengebiet und erlebte unter Berner Herrschaft die Reformation. Wirtschaftlich prägten zunächst Landwirtschaft und Gewerbe wie Mühlen und Gerbereien, später entwickelte sich Suhr zu einem wichtigen Industriestandort mit Textil- und Metallbetrieben.
Besonders sehenswert ist die spätgotische reformierte Kirche auf einem Hügelsporn, die im 15. Jahrhundert erbaut und später teilweise erneuert wurde. Das Museum Suhr zeigt die lokale Geschichte, darunter das original erhaltene Janz-Stübli. Eine historische Steinbogenbrücke über die Wyna stammt aus dem 18. Jahrhundert. Heute ist Suhr ein wirtschaftlich bedeutender Ort mit Sitz großer Unternehmen wie Möbel Pfister und einer guten Verkehrsanbindung durch Autobahn und Bahnlinien. Die Gemeinde verbindet ländlichen Charme mit städtischer Infrastruktur.