Gränichen liegt im Schweizer Kanton Aargau, am unteren Ende des Wynatals. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von mehr als siebzehn Quadratkilometern und ist damit die viertgrößte des Kantons. Die Landschaft wird vom Fluss Wyna geprägt, der durch das Tal fließt.
Die erste Erwähnung des Ortes fällt in eine Zeit, als die Region noch von Burgen und mittelalterlichen Bauwerken geprägt war. Das Schloss Liebegg entstand zunächst als wehrhafte Anlage, wurde aber später zu einem Wohnsitz umgebaut. Die reformierte Pfarrkirche wurde im 17. Jahrhundert nach Plänen des Architekten Abraham Dünz errichtet und gilt als typisches Beispiel protestantischer Architektur im Aargau.
Heute ist Gränichen vor allem für sein Schloss bekannt, das heute ein Museum beherbergt und an die Geschichte der Hexenverfolgung erinnert. Die reformierte Kirche mit ihrem markanten, geschwungenen Glockenturm und der Uhr ist ein weiteres Wahrzeichen. Bekannt ist der Ort auch durch seine sportlichen Persönlichkeiten, darunter mehrere Radrennfahrer, sowie durch Nathalie Yamb, eine politische Aktivistin mit Verbindungen zu Kamerun.