Svor liegt im Norden Tschechiens, eingebettet im Lausitzer Gebirge. Der Ort erstreckt sich im Tal des Baches Svorský potok und wird von markanten Bergen wie dem Klíč und dem Rousínovský vrch überragt. Hier kreuzen sich wichtige Verkehrswege, darunter die Europastraße 442 und die Fernverkehrsstraße 9, die Prag mit Rumburk verbindet. Südlich des Ortes liegt der Luzengrund, ein stilles Tal am Oberlauf des Dobranovský potok.
Seine Geschichte beginnt mit dem Bau einer Kapelle im Jahr 1788. Die Eisenbahnlinie der Böhmischen Nordbahn, die 1866 durch Svor führte, prägte den Ort nachhaltig. Besonders bekannt wurde der Eisenbahndamm, der wegen des bergigen Geländes eine beachtliche Höhe erreichte. 1873 entstand eine Glashütte, und 1898 wurde eine Hochquellen-Wasserleitung errichtet. Die Elektrifizierung folgte 1914, und bereits 1910 zählte der Ort über 1400 Einwohner.
Svor besteht aus den Ortsteilen Rousínov und der Einschicht Nová Huť. Berühmt wurde der Ort durch Persönlichkeiten wie den Heimatdichter Wenzel Karl Ernst oder den Theologieprofessor Salesius Mayer. Der Name Svor leitet sich vom tschechischen Wort für Glimmerschiefer ab, obwohl dieser im Gebiet nicht vorkommt.