Kytlice liegt eingebettet im Lausitzer Gebirge, wo die Kamenice am Oberlauf vorbeifließt. Der Ort ist von dichten Wäldern und Bergen umgeben, darunter der Malý buk mit über siebenhundert Metern Höhe. Südlich des Dorfes erhebt sich der Javor, während der Stříbrný vrch etwas näher liegt und im Winter Skifahrer anzieht.
Die Gemeinde entstand erst im 18. Jahrhundert, als sich hier Glasmacher ansiedelten. Zuvor gab es nur eine Glashütte in Falkenau, die später aufgegeben wurde. Die Bewohner lebten lange vom Glashandwerk, bis eine Krise in den 1870er Jahren viele zur Auswanderung zwang. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor der Ort durch Vertreibungen und den Rückgang des Handwerks einen Großteil seiner Einwohner.
Heute prägt der Tourismus das Bild von Kytlice. Die barocke Antonius-von-Padua-Kirche aus dem 18. Jahrhundert ist ein markantes Bauwerk. Im Ortsteil Nieder Falknov erinnert ein Gedenkstein an den Naturforscher Franz Xaver Zippe. Ein besonderes Highlight ist das wiederbelebte Waldtheater, das nach Jahrzehnten der Pause erneut bespielt wird.