Tarragona liegt im Süden Kataloniens an der Mittelmeerküste und ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Die Stadt wird vom Fluss Francolí durchzogen und grenzt im Nordosten an die Costa Daurada. Mit ihren Stränden wie Platja Llarga und dem geschützten Gebiet Tamarit-Punta de la Móra bietet sie sowohl urbane als auch naturnahe Räume.
Die Wurzeln Tarragonas reichen bis in die römische Zeit zurück, als es unter dem Namen Tarraco zur Hauptstadt der Provinz Hispania citerior wurde. Nach der Eroberung durch die Römer 218 v. Chr. entstand ein bedeutendes administratives und religiöses Zentrum mit Bauwerken wie dem Amphitheater, dem Circus und dem Aquädukt Aqüeducte de les Ferreres. Später wechselten die Herrscher: Westgoten, Mauren und schließlich im 12. Jahrhundert die christlichen Eroberer unter Raimund Berengar III. prägten die Stadt neu.
Heute ist Tarragona vor allem für sein römisches Erbe bekannt, das seit 2000 zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Kathedrale vereint romanische und gotische Stile, während der Hafen mit seinen historischen Lagerhäusern und modernen Terminals wirtschaftlich bedeutend ist. Jährlich locken das Feuerwerksfestival im Juli und die Festlichkeiten zu Ehren der Heiligen Tecla tausende Besucher an. Die Stadt verbindet so antike Geschichte mit lebendiger Gegenwart.