Telde liegt auf Gran Canaria, etwa 15 Kilometer südlich von Las Palmas. Die Stadt breitet sich in einer fruchtbaren Landschaft aus, die von vulkanischem Gestein geprägt ist. Nachbarorte sind Ingenio im Süden, Valsequillo im Westen und Santa Brígida im Nordwesten. Der internationale Flughafen von Gran Canaria befindet sich nahe dem Gemeindeteil Gando.
Die Wurzeln Telde reichen bis in die Zeit vor der spanischen Eroberung zurück. Archäologische Funde und Berichte belegen, dass der Ort bereits als Marktzentrum und politisches Zentrum diente. Damals bestand Telde aus den beiden Siedlungen Tara und Cendro, wobei Tara eine bedeutende Rolle in der Kultur der Ureinwohner spielte. Nach der Eroberung wurde Telde zum Bischofssitz und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelsplatz. Sklaven aus Afrika arbeiteten hier auf Zuckerrohrplantagen und trieben den Wohlstand der Stadt voran. Ein berüchtigter Sklavenmarkt prägte das wirtschaftliche Leben.
Heute ist Telde vor allem für seine historische Altstadt mit der Pfarrkirche San Juan Bautista bekannt, einem kunsthistorisch wertvollen Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert. Im Museo León y Castillo wird an die Brüder Fernando und Juan León y Castillo erinnert, die als Politiker und Ingenieure die Entwicklung der Kanaren prägten. Ein weiteres Highlight ist die Montana de las Cuatro Puertas, ein Berg mit altkanarischen Kultstätten und Wohnhöhlen. Die Stadt ist zudem Heimat des Handballclubs Club Balonmano Remudas, der in der ersten spanischen Liga spielt.