Teror liegt im Norden Gran Canarias, eingebettet in eine bergige Landschaft. Die Gemeinde umfasst eine Fläche von etwa 26 Quadratkilometern und beherbergt eine kleine Stadt, die als eine der ursprünglichsten Siedlungen der Insel gilt. Mit ihren traditionellen Holzbalkonen und engen Gassen wirkt sie wie ein lebendiges Museum der kanarischen Architektur.
Die Wurzeln Terors reichen bis in die Zeit vor der spanischen Eroberung zurück. Eine Legende erzählt von einer Marienerscheinung in einer Pinie im Jahr 1481, noch vor der endgültigen Unterwerfung der Insel. Nach wiederholten Zerstörungen im 18. Jahrhundert wurde die heutige Basilika Nuestra Señora del Pino wiederaufgebaut. Die heilige Statue der Jungfrau Maria mit dem Kind, die dort auf einem barocken Altar steht, wurde 1912 zur Schutzheiligen Gran Canarias erklärt. Jährlich im September feiert die Stadt dieses Ereignis mit einer Wallfahrt, Gabenopferungen und festlichen Messen.
Teror besticht durch seine einzigartige Atmosphäre und handwerkliche Tradition. Die prächtigen Holzbalkone an den Häusern spiegeln einstigen Wohlstand wider und verleihen dem Ort einen unverwechselbaren Charme. Wirtschaftlich lebt die Gemeinde vor allem von Landwirtschaft, Viehzucht und lokalem Gewerbe wie der Herstellung von Gebäck und Wurstwaren. Ein wichtiger Arbeitgeber ist der Mineralwasserhersteller Aguas de Teror, der seit 1916 besteht. Obwohl die Stadt im Inselinneren liegt, zieht sie vor allem Ausflügler an, während der Massentourismus kaum eine Rolle spielt.