Telnice liegt im Ústecký kraj, eingebettet im Gebirgstal des Telnický potok am Südhang des Osterzgebirges. Der Ort befindet sich etwa neun Kilometer nordwestlich von Ústí nad Labem und ist umgeben von bewaldeten Hängen. Die Eisenbahnlinie von Děčín verläuft am Fuße des Erzgebirges in der Nähe, während die Autobahn Dálnice 8 etwa einen Kilometer südlich vorbeiführt. Nachbarorte sind unter anderem Varvažov im Süden und Nakléřov im Nordosten.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit dem Bergbau verbunden, der bereits seit dem 14. Jahrhundert betrieben wurde. Im Tal entstanden Ansiedlungen von Bergleuten und Holzfällern, darunter die älteste, Hintertellnitz. Im 16. Jahrhundert wurde das Tal unter mehreren Grundherren aufgeteilt, darunter die Familie Kölbel, die bis ins 17. Jahrhundert prägend war. Nach den Zerstörungen durch die Napoleonischen Kriege und einem Hochwasser im frühen 20. Jahrhundert entwickelte sich der Ort weiter, unter anderem durch den Granitabbau und den aufkommenden Fremdenverkehr.
Heute ist Telnice vor allem für sein Wintersportzentrum bekannt, das sieben Skilifte umfasst und zu den größten in Tschechien zählt. Der Skiclub des Ortes ist einer der bedeutendsten des Landes. Im Ortskern steht eine neogotische Kapelle, und die Umgebung lädt mit ihren Wanderwegen zum Verweilen ein. Ein kleines Schloss, einst von Graf Ledebur errichtet, prägt ebenfalls das Bild des Ortes.