Chuderov liegt im Norden Tschechiens, eingebettet im Böhmischen Mittelgebirge am Oberlauf des Baches Chuderovský potok. Die Landschaft wird von sanften Hügeln geprägt, darunter der Radešín mit 550 Metern Höhe im Nordosten und der Farský vrch mit 520 Metern im Osten. Im Süden erhebt sich die Brandtova výšina, während im Westen und Nordwesten weitere kleinere Erhebungen wie der Čepek und der Ostroh das Bild bestimmen. Die Gemeinde grenzt im Norden an Chuderovec und im Osten an Sovolusky und Ryjice, während sie im Süden nahtlos in die Stadt Ústí nad Labem übergeht.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde Chuderov im Jahr 1348 als Hof, doch bereits zwischen 1375 und 1400 bestand hier eine Feste. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer mehrfach, darunter die Familien Šesták und von Lungwitz, die den Hof und später die benachbarte Herrschaft Schöbritz erwarben. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurde der damalige Besitzer bestraft, doch seine Frau erhielt den Besitz zurück. Im 19. Jahrhundert entstand auf den Fluren des ehemaligen Meierhofs die Ansiedlung Neu Gatschken. Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften wurde Chuderov 1850 zu einer politischen Gemeinde, die bis 1945 mehrheitlich von deutschsprachigen Bewohnern geprägt war.
Heute besteht Chuderov aus mehreren Ortsteilen wie Libov, Lipová und Radešín, die zugleich eigene Katastralbezirke bilden. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Kirche St. Peter und Paul in Žežice, die bereits 1352 erwähnt wurde, sowie die Kirche des hl. Martin in Lipová aus dem 15. Jahrhundert. Ein markantes Bauwerk ist der Aussichtsturm Erbenova vyhlídka, der 1933 eingeweiht wurde. Auch historische Kapellen in Radešín und Neznabohy zeugen von der langen Geschichte der Region.