Libouchec liegt im Norden Tschechiens, eingebettet zwischen Erzgebirge, Elbsandsteingebirge und Böhmischem Mittelgebirge. Der Ort erstreckt sich über sechs Kilometer entlang des Jílovský potok, auch Eulabach genannt, und wird von markanten Bergen wie dem Nakléřovská výšina und dem Výhledy umgeben. Die Fernstraße I/13 und die stillgelegte Bahnstrecke Děčín–Chomutov durchziehen das Dorf, während die Autobahn D 8 mit ihren Tunneln in der Nähe verläuft.
Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 11. oder 12. Jahrhundert zurück, als eine Feste im Königswald entstand. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich daraus das Dorf Regis Silva, das später zwischen dem Johanniterorden und der Herrschaft Schreckenstein aufgeteilt war. Im 14. Jahrhundert übernahmen die Herren von Wartenberg die Herrschaft, bevor sie im 16. Jahrhundert an die Familie von Salhausen und schließlich an die Grafen von Thun überging. Libouchec war geprägt von Holzhandel, Silberbergbau und Landwirtschaft, bis es nach dem Dreißigjährigen Krieg und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung neu besiedelt wurde.
Heute besteht Libouchec aus mehreren Ortsteilen wie Čermná und Knínice und ist bekannt für seine historischen Bauwerke. Dazu gehören die Kirche der hl. Drei Könige, das Renaissance-Schloss Libouchec und die Königswalder Wände, eine markante Sandsteinfelsformation. Auch Kapellen, ein Kalvarienberg und Sühnekreuze zeugen von der langen Geschichte des Ortes, der trotz seiner bewegten Vergangenheit eine malerische Landschaft bietet.