Traunkirchen liegt am Westufer des Traunsees in Oberösterreich, auf etwa 422 Metern Höhe. Die Gemeinde erstreckt sich über 18 Quadratkilometer, wobei Wälder und Wiesen weite Teile der Landschaft prägen. Drei Katastralgemeinden bilden zusammen eine einzige Ortschaft, die sich in mehrere Ortsteile und Einzelhöfe gliedert.
Schon in der Steinzeit und Bronzezeit war das Gebiet besiedelt, wie Funde belegen. Eine Kultstätte auf dem Johannesberg deutet auf heidnische Rituale hin, bevor im 10. Jahrhundert eine Abtei entstand. Das heutige Kloster wurde um 1020 gegründet und später von Jesuiten geprägt. Politisch wechselte Traunkirchen mehrfach die Zugehörigkeit, von Bayern über Österreich bis zur heutigen Landeszugehörigkeit. Im Zweiten Weltkrieg bestand hier ein Arbeitslager für Juden.
Die Gemeinde beherbergt bedeutende Bauwerke wie die barocke Pfarrkirche mit ihrer berühmten Fischerkanzel. Der Johannesberg mit seiner Kapelle und dem Odinsweg ist ein Natur- und Kulturdenkmal. Die „Russenvilla“ und die Spitzvilla zeugen von historischen Gästen wie Erzherzog Maximilian oder Kaiser Franz Josef. Ein Handarbeitsmuseum in den Räumen des ehemaligen Nonnenklosters rundet das kulturelle Angebot ab.