Triefenstein liegt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und erstreckt sich im Mainviereck, wo der Fluss den Ort teilt. Der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich am Husarenberg auf 303 Metern, während der tiefste Punkt im Main auf 138 Metern liegt. Die rechtsmainische Seite ist geprägt von fruchtbarem Acker-Lößboden auf Sandstein, während links des Mains Muschelkalkböden den Weinbau begünstigen. Ein Zementwerk baut dort seit über einem Jahrhundert das Kalkgestein ab.
Der Ort blickt auf eine lange Geschichte zurück, die eng mit dem Augustiner-Chorherrenstift verbunden ist. Das 1102 gegründete Kloster gab dem heutigen Markt seinen Namen. Homburg am Main, erstmals 993 erwähnt, diente den Würzburger Bischöfen als wichtiger Stützpunkt. Lengfurt, Rettersheim und Trennfeld entwickelten sich ebenfalls früh, wobei Trennfeld einst zum Bistum Bamberg zählte. Die Via Publica, eine bedeutende Handelsstraße, kreuzte hier den Main und unterstrich die strategische Bedeutung des Ortes.
Heute vereint Triefenstein vier historische Gemeindeteile unter einem Namen. Das Gemeindewappen mit den gekreuzten Schlüsseln erinnert an das Kloster und seine Schutzpatrone. Persönlichkeiten wie der Maler Januarius Zick oder der Badmintonspieler Michael Fuchs sind mit dem Ort verbunden. Die Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Vassy seit 2013 prägt die internationale Ausrichtung.