Wertheim liegt im Nordwesten des Main-Tauber-Kreises, wo Tauber und Main zusammenfließen. Die Stadt gehört naturräumlich teils zum Sandstein-Spessart, teils zur Marktheidenfelder Platte und erstreckt sich über eine Fläche von über 138 Quadratkilometern. Ihre Höhenlage reicht von 127 Metern am Main bei Dorfprozelten bis zu 412 Metern auf dem Vorderen Berg. Als nördlichste Stadt Baden-Württembergs grenzt sie direkt an Bayern und ist etwa 70 Kilometer von Frankfurt am Main entfernt.
Die Wurzeln Wertheims reichen bis in die Zeit der Michelsberger Kultur zurück, doch die erste urkundliche Erwähnung fällt in die Jahre zwischen 750 und 802. Im frühen 12. Jahrhundert entstand hier eine Burg der Grafen von Wertheim, die den Aufstieg der Siedlung zur Stadt beschleunigte. 1363 erhielt Wertheim das Münzrecht, ein Zeichen seiner wachsenden Bedeutung. Die Stadt entwickelte sich als Handels- und Handwerkszentrum an der Mündung zweier Flüsse.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Burg Wertheim das Stadtbild. Die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und engen Gassen lädt zum Verweilen ein. Wertheim ist bekannt für seine lebendige Festkultur und die malerische Umgebung mit Schutzgebieten wie dem Naturschutzgebiet Leidenrain. Die Stadt verbindet bayerische und badische Einflüsse und dient als Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.