Tüßling liegt im oberbayerischen Landkreis Altötting, etwa fünf Kilometer von der Stadtmitte Altöttings entfernt. Der Ort breitet sich am Südrand der breiten Inn-Talebene aus, wo der Mörnbach von Norden nach Osten fließt und sich im Hauptort Tüßling eine markante Biegung bildet. Während der Norden und Osten von flachem Gelände geprägt sind, steigt das Gelände im Süden zu Hügeln an, die bis etwa 452 Meter erreichen. Der Mörnbach mündet nahe dem tiefsten Punkt des Gemeindegebiets in den Inn.
Erstmals erwähnt wurde Tüßling zwischen 711 und 728 als „Tuzzilingen“ in einem Salzburger Güterverzeichnis. Im Mittelalter gehörte der Ort zur Pfarrei Burgkirchen am Wald, deren Kirche St. Rupert später barock ausgestattet wurde. 1377 und 1379 erhielt Tüßling das Marktrecht, blieb jedoch lange von der Hofmarksherrschaft geprägt. Schloss Tüßling diente als Sitz der lokalen Herrschaft und wechselte später in den Besitz verschiedener Adelsfamilien. Im Zuge der bayerischen Verwaltungsreformen entstanden 1818 die heutigen Gemeinden.
Tüßling ist vor allem durch sein Schloss bekannt, das im 16. Jahrhundert erbaut und später barock verändert wurde. Die Marktkirche St. Georg und das ehemalige Hofmarksrichterhaus, heute Rathaus, prägen das Ortsbild. Große Veranstaltungen wie der Raiffeisen Kultursommer mit internationalen Stars oder der traditionelle Faschingsumzug ziehen jedes Jahr Zehntausende Besucher an. Die Wallfahrtskirche Unschuldige Kinder in Heiligenstatt und die spätgotische Pfarrkirche St. Rupertus in Burgkirchen am Wald zeugen von der religiösen und historischen Bedeutung der Region.