Usingen liegt im Taunus, eingebettet in ein nach ihm benanntes Becken, durch das die Usa fließt. Die Stadt befindet sich am nordöstlichen Rand des Mittelgebirges, etwa dreißig Kilometer nördlich von Frankfurt am Main. Ihr Kern erhebt sich auf rund 300 Meter über dem Meeresspiegel, während der Hohe Berg im Stadtteil Usingen mit 414 Metern die höchste Erhebung bildet. Sie grenzt im Norden und Osten an den Wetteraukreis, im Süden an Neu-Anspach und Schmitten, im Westen an Weilrod und im Nordwesten an Grävenwiesbach.
Erste Spuren menschlicher Anwesenheit im Usinger Land reichen bis in die Mittelsteinzeit zurück, doch dauerhafte Siedlungen entstanden erst mit den ersten Ackerbauern. Funde wie ein Grabenwerk aus der Jungsteinzeit oder Hügelgräber aus der Eisenzeit belegen eine frühe Besiedlung. Der Ort selbst wird erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt, als er unter wechselnden Namen im Codex Eberhardi auftaucht. Später gehörte Usingen zur Grafschaft Diez, bevor es im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich als Besitz der Grafen von Diez erscheint, die dort das Patronatsrecht über die Kirche erhielten.
Heute ist Usingen vor allem als ehemalige Residenzstadt des Hauses Nassau-Usingen bekannt. Im Stadtbild prägen historische Bauwerke das Bild, darunter das Rathaus mit seinem Museum für Vor- und Frühgeschichte. Die Stadt gliedert sich in die Kernstadt und sechs weitere Stadtteile, die im Zuge der Gebietsreform eingegliedert wurden. Usingen ist Teil des Hochtaunuskreises und trägt den Beinamen „Buchfinkenstadt“.