Wehrheim liegt im östlichen Hintertaunus am Nordhang des Taunushauptkamms, zwischen Bad Homburg und Usingen. Die Höhenlage reicht von 305 bis 400 Meter, und im Süden bildet der Limes die Gemarkungsgrenze. Südlich der Kerngemeinde erstrecken sich Wälder mit der unklar datierten Wallanlage Schanze Lochmühle. Die Gemeinde gehört zum Rhein-Main-Gebiet und ist etwa 22 Kilometer von Frankfurt entfernt.
Erste Siedlungsreste stammen aus der Bronzezeit, darunter ein Urnengräberfeld der Urnenfelderkultur. Im Jahr 1046 wurde Wehrheim erstmals als „Wirena“ urkundlich erwähnt, als Kaiser Heinrich III. den Ort seiner Gemahlin Agnes schenkte. Später wechselten die Herrscher von den Burggrafen von Friedberg über die Grafen von Diez bis zu Nassau-Dillenburg. 1372 erhielt Wehrheim Stadtrechte, die 1814 wieder verloren gingen. Die Reformation führte zu Konflikten mit Kurtrier, bis die Zweiteilung des Ortes 1806 im Herzogtum Nassau endete.
Heute prägen historische Bauwerke wie das Kloster Thron aus dem 13. Jahrhundert das Bild. Die Gemeinde besteht aus der Kerngemeinde und den Ortsteilen Pfaffenwiesbach, Obernhain und Friedrichsthal. Mit einem Kaufkraftindex von über 130 gehört Wehrheim zu den wohlhabendsten Gemeinden der Region. Partnerschaften mit Pilisvörösvár in Ungarn und Meransen in Südtirol bereichern das kulturelle Leben.