Utrera liegt im sonnenverwöhnten Süden Spaniens, eingebettet in die weite Landschaft Andalusiens. Die Stadt breitet sich etwa 25 Kilometer südöstlich von Sevilla aus und ist von dort über eine gut ausgebaute Schnellstraße erreichbar. Im Norden grenzt sie an Alcalá de Guadaira und Dos Hermanas, im Osten an El Coronil und Arahal, während im Süden Villamartín und Espera liegen. Das Klima ist typisch mediterran mit heißen Sommern und milden Wintern, wobei die Temperaturen regelmäßig über 40 Grad steigen.
Die Wurzeln Utreras reichen bis in die Bronzezeit zurück, wie archäologische Funde belegen. Die erste gesicherte Erwähnung stammt aus dem 13. Jahrhundert, als die Stadt unter christliche Herrschaft kam. Im 16. und 17. Jahrhundert erlebte Utrera eine kulturelle und wirtschaftliche Blüte, die jedoch durch die Pest unterbrochen wurde. Heute ist die Altstadt als historisches Kulturdenkmal anerkannt und bewahrt das Erbe dieser Zeit.
Besonders sehenswert sind die beiden gotischen Kirchen Santa María de la Mesa und Santiago aus dem 15. Jahrhundert, die das Stadtbild prägen. Unweit davon erstreckt sich das Naturschutzgebiet Complejo Endorreico, ein einzigartiges Feuchtgebiet. Utrera ist zudem bekannt für seine lebendige Flamenco-Tradition, aus der Künstler wie der Sänger Enrique Montoya hervorgingen. Auch im Fußball hat die Stadt Spuren hinterlassen, etwa durch Spieler wie José Antonio Reyes oder Dani Ceballos.