Veszprém liegt inmitten einer abwechslungsreichen Landschaft nördlich des Balatons, eingebettet in Hügel und Täler, die vom Bach Séd durchzogen werden. Die Stadt erhebt sich auf fünf markanten Bergen, darunter der Burgberg und der Jerusalemberg. Im Norden grenzt sie an den ausgedehnten Bakonywald, im Süden an das hügelige Plattensee-Hochland und im Osten an die weite Große Ungarische Tiefebene. Diese Lage machte sie seit jeher zu einem wichtigen Knotenpunkt.
Schon in der Jungsteinzeit gab es hier Siedlungen, später wurde der Ort zur Zeit der Landnahme eine bedeutende Festung. Im Jahr 1009 entstand das Bistum Veszprém, dessen Dom St. Michael von der Königin Gisela, Gemahlin Stephans des Heiligen, gegründet wurde. Die Bischöfe formten die Stadt über Jahrhunderte zu einer starken Festung, die mehrfach zerstört und wiederaufgebaut wurde. Nach osmanischen Eroberungen und Zerstörungen im 16. Jahrhundert erlebte sie unter den Habsburgern einen barocken Wiederaufschwung als Handelszentrum.
Heute prägen historische Bauwerke wie der romanische Dom, das erzbischöfliche Palais und der Feuerturm das Stadtbild. Die Pannonische Universität und das Dezső-Laczkó-Museum verleihen Veszprém akademisches und kulturelles Gewicht. Bekannt ist die Stadt auch für ihren Handballverein KC Veszprém und als Kulturhauptstadt Europas 2023. Die Nähe zum Balaton macht sie zudem zu einem beliebten Reiseziel.