Vils ist eine kleine Stadt im österreichischen Bundesland Tirol, eingebettet zwischen den Tannheimer Bergen und dem Falkensteinkamm. Der namensgebende Fluss Vils durchfließt das Tal und mündet kurz nach der Stadt in den Lech, der weiter nach Bayern fließt. Im Westen grenzt die Gemeinde an bayerisches Gebiet, während im Tal Musau und Pinswang die Nachbarorte bilden. Die Landschaft ist geprägt von den umliegenden Bergen und dem Fluss, der das Bild der Siedlung prägt.
Die erste urkundliche Erwähnung von Vils stammt aus dem Jahr 1327, als König Ludwig IV. der Stadt das Stadtrecht verlieh. Der Name geht auf den Fluss zurück, der bereits in früheren Jahrhunderten Siedler anzog. Im Mittelalter war die Landwirtschaft die wichtigste Lebensgrundlage, doch die Herren von Hohenegg prägten mit ihrer Burg Vilsegg die Geschichte. Nach wechselnder Herrschaft kam Vils erst 1816 endgültig zu Tirol, nachdem es vorübergehend an Bayern gefallen war.
Heute besticht Vils durch seine barocke Stadtpfarrkirche mit prächtigen Altären und einer historischen Orgel. Die Ruine der Burg Vilsegg und das Sankt-Anna-Kirchlein erinnern an die mittelalterliche Vergangenheit. Das Museum zeigt unter anderem die Tradition des Geigenbaus, für die die Stadt bekannt ist. Regelmäßige Feste wie das Stadtfest oder das Frühjahrskonzert der Stadtmusikkapelle prägen das kulturelle Leben. Die umliegenden Berge und Seen bieten zudem zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten.