Nesselwängle liegt im Tannheimer Tal, einem Gebirgstal in Tirol, zwischen dem Haldensee im Norden und dem Weißenbach im Süden. Der Hauptort ist von den Tannheimer Bergen umgeben und umfasst die Ortsteile Rauth, Schmitte und Haller. Die Gemeinde zählt zu den größeren im Tal und ist Teil des Bezirks Reutte.
Der Ort wurde im 14. Jahrhundert von Reutte aus besiedelt und erstmals 1434 als „Nesselwänglin“ urkundlich erwähnt. Der Name deutet auf einen wiesenbewachsenen Hang mit Brennnesseln hin. Im Mittelalter spielte der Salztransport durch das Tal eine wichtige Rolle für die Bewohner. Kirchlich gehörte Nesselwängle lange zu Tannheim, bevor es 1891 eine eigene Pfarrei wurde.
Prägend für Nesselwängle sind die katholische Pfarrkirche Unsere Liebe Frau Mariä Himmelfahrt und die umliegenden Berge wie der Schartschrofen oder die Gaichtspitze. Der Haldensee im Ortsteil Haller und die Almen wie die Gessenwangalm laden zu Wanderungen ein. Wirtschaftlich lebt der Ort vor allem vom Tourismus, etwa durch das Ski- und Wandergebiet Krinnenalpe oder den Hochseilgarten am Fuße der Krinnenspitze. Regelmäßige Veranstaltungen wie das Ballonfestival oder Dorfabende mit Musik runden das Bild ab.