Pfronten liegt im Südwesten Bayerns, direkt an der Grenze zu Tirol, und wird als „13-Dörfer-Gemeinde“ bezeichnet. Das Gemeindegebiet erstreckt sich am Nordrand der Allgäuer Alpen im Pfrontener Tal, durch das die Vils fließt. Es reicht von etwa 830 Metern an der Vils bis zum 1986 Meter hohen Gipfel des Aggensteins an der Tiroler Grenze, der zu den Tannheimer Bergen gehört.
Der Name Pfronten geht vermutlich auf einen romanischen Ursprung zurück und bedeutet etwa „große Stirn“ oder „Front“, was sich auf die markante Lage am Alpenrand beziehen könnte. Im Mittelalter gehörte das Gebiet zum Hochstift Augsburg, bevor es 1803 an Bayern fiel. Die heutige Gemeinde entstand 1818, nachdem zuvor zwei Teilgemeinden bestanden hatten, die 1935 wieder vereinigt wurden.
Pfronten besticht durch seine landschaftliche Schönheit und kulturellen Schätze. Die Burgruine Falkenstein auf 1268 Metern ist die höchstgelegene Burgruine Deutschlands, ein unvollendetes Projekt König Ludwigs II. Die Pfarrkirche St. Nikolaus in Berg mit ihrem markanten Turm und prächtigen Fresken ist ein weiteres Highlight. Zahlreiche Kapellen und Bauernhöfe, darunter die Villa Goldonkel, zeugen von der handwerklichen und künstlerischen Tradition der Region. Die Gemeinde bietet zudem Sportmöglichkeiten wie ein Eisstadion und Skilifte sowie eine lebendige Vereinslandschaft.