Vilseck liegt in der Oberpfalz, eingebettet in eine von Wäldern und Hügeln geprägte Landschaft. Der Ort wird von der Vils durchflossen, einem Nebenfluss der Naab, und ist Teil der Metropolregion Nürnberg. Im Norden grenzt der Truppenübungsplatz Grafenwöhr an, der mit seinen beiden großen Lagern das Stadtbild mitprägt. Südlich und westlich liegen Gemeinden wie Hahnbach und Königstein, während der Truppenübungsplatz im Norden eine natürliche Grenze bildet.
Die Geschichte Vilsecks reicht bis ins zehnte Jahrhundert zurück, als der Ort zum Nordgau gehörte und später unter die Herrschaft der Babenberger fiel. Durch Erbteilungen und politische Verwicklungen wechselte Vilseck mehrfach den Besitzer, bis es schließlich an das Hochstift Bamberg kam. Im 14. Jahrhundert trieb ein Eisenhammer die lokale Wirtschaft an, doch die eigentliche Bedeutung lag in seiner Rolle als Sitz eines bambergischen Obervogtamts. Nach der Säkularisation 1803 fiel Vilseck an Bayern und entwickelte sich zu einem regionalen Verwaltungszentrum.
Heute ist Vilseck vor allem durch die US-Armee geprägt, die im Südlager der Rose Barracks stationiert ist. Das 2. Kavallerieregiment prägt das Leben in der Stadt, die mit dem Vogelturm und dem Vogel- oder Obertor historische Bauwerke bewahrt. Die Pfarrkirche St. Ägidius und die Burg Dagestein zeugen von einer bewegten Vergangenheit. Musikalisch ist Vilseck durch lokale Vereine und die Heavy-Metal-Band Atlantean Kodex bekannt. Die Nähe zum Truppenübungsplatz macht den Ort zu einem wichtigen Standort für militärische Übungen.