Visselhövede liegt am westlichen Rand der Lüneburger Heide in Niedersachsen, etwa siebzig Meter über dem Meeresspiegel auf einem Höhenzug, der sich aus der Wümmeniederung erhebt. In der Stadtmitte entspringt der Fluss Vissel aus einer starken Quelle, während im Umland die Quellgebiete weiterer Bäche wie der Lehrde und der Warnau liegen. Das Gebiet ist vor allem von Ackerflächen geprägt, umgeben von Wäldern und wenigen Siedlungsflächen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1258, doch schon vorher gab es an der Visselquelle ein vorchristliches Heiligtum. Im Mittelalter wurde Visselhövede durch Kämpfe zerstört und später mit Wall und Graben befestigt, erhielt dadurch den Status eines Fleckens. Nach wechselnden Herrschaften unter Schweden, Dänemark und Hannover wurde es 1938 zur Stadt erhoben.
Die Altstadt mit Marktplatz und engen Gassen prägt das Bild der Stadt, dazu gehören die St.-Johannis-Kirche aus dem 14. Jahrhundert und das Rathaus von 1796. Ein Radweg verbindet Visselhövede mit den Orten, die in der Geschichte der Bremer Stadtmusikanten eine Rolle spielen. Im Bürgerpark stehen rekonstruierte historische Speicher, und der Wasserturm der ehemaligen Honigfabrik dient heute als Standesamt. Die Umgebung mit ihren Heideflächen und kleinen Dörfern wie Rosebruch oder Drögenbostel rundet das Bild ab.