Vitis liegt im nördlichen Waldviertel Niederösterreichs und wird von der Deutschen Thaya durchflossen. Die Marktgemeinde erstreckt sich über etwa 56 Quadratkilometer, wobei zwei Drittel der Fläche landwirtschaftlich genutzt werden und ein Viertel bewaldet ist.
Erstmals im Jahr 1150 als Vitisse erwähnt, geht der Name vermutlich auf einen slawischen Personennamen zurück. Im 16. und 17. Jahrhundert war Vitis ein Zentrum des Protestantismus, bevor es im 18. und 19. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Märkte der Region aufstieg. Durch Gemeindefusionen wurden 1970 und 1971 mehrere umliegende Orte eingemeindet.
Die Marktgemeinde besticht durch ihre historische Bausubstanz wie die romanisch-gotische Pfarrkirche zum hl. Bartholomäus oder die barocke ehemalige Mautkapelle. Ein Wahrzeichen ist die Dreifaltigkeitssäule aus dem 18. Jahrhundert. Persönlichkeiten wie der Theologe Johann Fasching oder die Illustratorin Angelika Kaufmann stammen von hier. Verkehrstechnisch ist Vitis durch die Waldviertler Straße und die Franz-Josefs-Bahn gut angebunden.