Schrems liegt im nördlichen Niederösterreich, im waldreichen Gebiet des Waldviertels. Die Stadt ist von ausgedehnten Wäldern geprägt, die fast die Hälfte des Gemeindegebiets bedecken. An der Waldviertler Straße gelegen, verbindet sie ländliche Idylle mit verkehrlicher Anbindung. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile und ist Teil einer regionalen Kooperation namens Kleinregion Waldviertler StadtLand.
Die Wurzeln von Schrems reichen bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück, als der Ort erstmals urkundlich erwähnt wurde. Der Name könnte sich vom tschechischen Wort für hartes Gestein ableiten, was auf die geologische Beschaffenheit der Region hindeutet. Schon früh entwickelte sich Schrems zu einem lokalen Zentrum mit Brauerei, Marktrecht und sogar einem Landesgericht. Im Lauf der Jahrhunderte wurde der Ort von Bränden, der Pest und den Wirren des Zweiten Weltkriegs heimgesucht. 1936 erhielt Schrems schließlich das Stadtrecht. Heute erinnert ein lebendiges Stadtmuseum an die wechselvolle Geschichte.
Besonders sehenswert ist das historische Schloss Schrems, das im 17. Jahrhundert entstand. Die Stadt beherbergt zudem mehrere Kirchen, darunter die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, und ein kleines, aber feines Stadtmuseum, das sich der regionalen Wirtschaftsgeschichte widmet. Ein besonderes Highlight ist der Naturpark Hochmoor mit seiner Himmelsleiter und dem Unterwasserreich, einem Zentrum für Feuchtgebietsforschung. Wirtschaftlich war Schrems lange von Granitabbau und Textilindustrie geprägt, heute sind vor allem Maschinenbau und Schuhproduktion wichtige Standbeine. Die Stadt pflegt eine Partnerschaft mit der tschechischen Stadt Třeboň und hat Persönlichkeiten wie den Heimatdichter Josef Allram oder den Botaniker Franz Elfried Wimmer hervorgebracht.