Vlašim liegt in der Region Mittelböhmen, eingebettet in die hügelige Landschaft der Böhmisch-Mährischen Höhe. Die Stadt wird vom Fluss Blanice durchflossen, der die Umgebung prägt. In der Nähe liegen Orte wie Benešov und die historische Burg Rataje.
Frühe Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Altsteinzeit zurück, später folgten Kelten, Germanen und Slawen. Im 13. Jahrhundert wurde Vlašim erstmals erwähnt, eine Burg ist seit 1303 bekannt. Die Stadt entwickelte sich unter wechselnden Herrschern, darunter die Jensteiner und die Trčka von Lípa, die sie stark verschuldeten. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und weiteren Besitzerwechseln kam sie schließlich an die Fürsten von Auersperg.
Bekannt ist Vlašim vor allem für sein Schloss und den jüdischen Friedhof. Persönlichkeiten wie der Erzbischof Johann Očko von Wlašim oder der österreichische Ministerpräsident Adolf von Auersperg stammen von hier. Die Stadt war zudem ein Zentrum der Schuh- und Waffenindustrie und beherbergt den Hauptsitz des Munitionsherstellers Sellier & Bellot.