Wabern liegt in der fruchtbaren Waberner Ebene, einer Flussebene, die von der Eder und der Schwalm geprägt wird. Die Gemeinde befindet sich nur wenige Kilometer südlich der Stelle, an der die Schwalm in die Eder mündet. Im Norden grenzt sie an die Stadt Felsberg, im Osten an Homberg (Efze), im Süden an Borken und im Westen an Fritzlar – alle liegen im selben Landkreis.
Erstmals erwähnt wird Wabern um das Jahr 803 unter dem Namen *Wabere* in einer Urkunde des Reichsklosters Fulda. Im Mittelalter gehörte der Ort verschiedenen geistlichen und weltlichen Herren, darunter das Petersstift Fritzlar und die Landgrafen von Hessen. Wirtschaftlich lebte Wabern lange von der Landwirtschaft, bis der Bau der Main-Weser-Bahn und später der Strecke nach Bad Wildungen den Ort zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt machte.
Bekannt ist Wabern vor allem für sein barockes Lust- und Jagdschloss, das Landgraf Karl von Hessen-Kassel im frühen 18. Jahrhundert errichten ließ. Das Schloss beherbergte später eine Erziehungsanstalt und diente während der NS-Zeit als Sammellager. Ein besonderes Highlight ist die Bonifatius-Kirche im Ortsteil Harle, deren Turm aus dem Hochmittelalter stammt und deren Ausrichtung auf den Heiligenberg bei Gensungen an der Sommersonnenwende ein astronomisches Phänomen zeigt.