Waldmünchen liegt im Süden des Oberpfälzer Walds, nahe der tschechischen Grenze, und gehört zum Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Der Ort wird vom Oberlauf der Schwarzach durchflossen, die hier zum Perlsee aufgestaut ist. Er befindet sich etwa 75 Kilometer nordöstlich von Regensburg und 20 Kilometer nördlich von Cham.
Die Anfänge der Siedlung reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als eine Wehranlage zum Schutz des Arnsteiner Passes entstand. Der Name geht vermutlich auf Mönche zurück, die als „Waldmönche“ die Bewohner seelsorgerisch betreuten. Im 13. Jahrhundert erhielt der Ort Stadtrechte und entwickelte sich zu einem wichtigen Handels- und Postknotenpunkt, etwa durch die Route der Prager Hofpost. Wirtschaftlich prägten Eisenhammer, Glashütten und Brauereien das Leben, bis Kriege und Seuchen im 17. Jahrhundert schwere Zerstörungen brachten.
Heute erinnert die Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert an ihre mittelalterliche Vergangenheit. Das ehemalige Weißbierbrauhaus beherbergt heute eine Berufsschule. Die Umgebung mit dem Perlsee und dem Böhmerwald lädt zu Wanderungen ein, während historische Spuren wie die Hammerstraße auf die einstige Eisenverarbeitung verweisen.