Weeze liegt im flachen Niederrheinland, wo die Niers durch das Gemeindegebiet fließt. Der Ort befindet sich im Kreis Kleve und grenzt im Norden an Goch und Uedem, im Süden an Kevelaer und im Westen an die niederländische Gemeinde Bergen. Das Gelände ist von ausgedehnten Wäldern geprägt, die fast ein Viertel der Fläche einnehmen.
Frühe Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück, darunter ein großes Gräberfeld bei Kalbeck und römische Funde wie eine Kupferaxt und Münzen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 855, als ein Hof namens Geizefurt an einen Pfalzgrafen verschenkt wurde. Später entstand der Ort Weeze selbst, der 1226 erstmals als Wise schriftlich genannt wurde. Im 19. Jahrhundert wurde Weeze Sitz einer Bürgermeisterei, und im 20. Jahrhundert wurden die umliegenden Gemeinden eingemeindet.
Besonders bekannt ist Weeze für seine drei historischen Schlösser: Hertefeld, Wissen und Kalbeck. Das älteste, Hertefeld, brannte 1945 nieder und wurde später als bewohnbare Ruine wiederhergestellt. Die Pfarrkirche St. Cyriakus mit ihrem fränkischen Gräberfeld und der gesprengte Kirchturm erinnern an die Kriegszeit. Ein weiteres Wahrzeichen ist das Bürgerhaus aus dem Jahr 1992, das als Begegnungsstätte dient. Die Partnerschaft mit der britischen Stadt Watton fördert den kulturellen Austausch.