Sehenswürdigkeiten in Kalkar

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Sehenswürdigkeiten in Kalkar

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Haus Kemnade

Auf der Karte

Kalkar liegt im Nordwesten Nordrhein-Westfalens am unteren Niederrhein und gehört zum Kreis Kleve. Die Stadt erstreckt sich in der Rheinniederung zwischen dem Niederrheinischen Höhenzug im Westen und dem Rhein im Osten, der sie nach Nordosten begrenzt. Der Höhenzug erreicht im Südwesten mit dem Monreberg etwa 68 Meter Höhe. Die Landschaft wurde durch eiszeitliche Gletscher geprägt, die Ablagerungen zu Stauchmoränen auftürmten, während der Rhein später ein verzweigtes Gewässernetz formte. Zu Kalkar gehören mehrere Ortsteile entlang des Rheins, darunter Grieth, Niedermörmter und Emmericher Eyland, wo die Kalflack in den Fluss mündet.

Die Stadt wurde 1230 von Graf Dietrich VI. von Kleve gegründet und erhielt vermutlich 1242 Stadtrechte. Ihre planmäßige Anlage auf einer Sandbank ermöglichte eine gute Verteidigung durch Wassergräben. Kalkar entwickelte sich zu einer wohlhabenden Handelsstadt, deren Wirtschaft auf Wolle und Tuchweberei beruhte. Sie war Mitglied der Hanse und lag in Steuerkraft hinter Wesel und Emmerich an dritter Stelle unter den klevischen Städten. Politisch blieb Kalkar eng mit Kleve verbunden, bis es 1609 an Brandenburg fiel.

Kalkars mittelalterliches Stadtbild mit rechtwinklig angelegten Straßen und einem zentralen Marktplatz ist bis heute erhalten. Die Tore und Mauern aus dem 14. und 15. Jahrhundert prägten das Bild, darunter das imposante Hanselaertor mit seinen Türmen. Reste der Stadtmauer und der Taubenturm, der einst als Gefängnis diente, sind noch sichtbar. Die Umgebung bietet mit Altrheinarmen wie dem Boetzelaerer Meer und der Kalflack eine abwechslungsreiche Natur. Windmühlen wie die restaurierte Hanselaerer Mühle zeugen von der historischen Bedeutung der Mühlenwirtschaft.

Quellen (1)

Zahlen & Fakten

Einwohner
14.199
Fläche
88,2 km²
Seehöhe
14 m
Bezirk
Kreis Kleve

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