Weinböhla liegt im Elbtalkessel zwischen Meißen und Coswig, eingebettet zwischen den Wäldern Nassau und Friedewald. Der Ort breitet sich an einem sonnigen Südwesthang aus, wo der Gabenreichbach durch die Landschaft fließt. Mit seiner Höhe zwischen 104 und 209 Metern über dem Meeresspiegel bietet Weinböhla einen malerischen Blick auf die umliegende Hügellandschaft. Der Hauptort ist heute mit Coswig zusammengewachsen und gilt als staatlich anerkannter Erholungsort.
Erstmals erwähnt wurde Weinböhla im 14. Jahrhundert unter dem Namen „Bel“, der sich auf die hellen Böden und die sonnige Lage bezieht. Der Zusatz „Wein-“ kam später hinzu, als hier dank des milden Klimas Wein angebaut wurde. Im Mittelalter prägte ein sorbischer Rundling den Ortskern, der bis heute sichtbar ist. Ein schweres Gewitter im 16. Jahrhundert zerstörte viele Häuser, doch der Ort erholte sich und entwickelte sich weiter. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde Weinböhla durch Kalkabbau, Spargelanbau und seine Nähe zu Dresden zu einem beliebten Wohnort.
Heute besticht Weinböhla durch seine historischen Türme wie den Friedensturm und den Wartturm, die als Aussichtspunkte dienen. Das Heimatmuseum und die Sächsische Fahrrad-Erlebniswelt Velocium locken Besucher an. Jährlich finden das Winzer- und Straßenfest sowie ein Künstlermarkt statt. Persönlichkeiten wie Friedrich Ludwig Jahn und Karl von Drais werden mit Gedenksteinen geehrt. Die Verbindung zur Landschaft und die lebendige Kultur machen Weinböhla zu einem Ort mit besonderem Charme.