Weinheim liegt im Nordwesten Baden-Württembergs an der Badischen Bergstraße, wo der Odenwald an die Oberrheinische Tiefebene grenzt. Die Stadt breitet sich in einer Talmulde aus, die von den Flüssen Weschnitz und Grundelbach durchzogen wird. Im Stadtgebiet erheben sich markante Hügel wie der Wachenberg oder der Eichelberg, der mit über fünfhundert Metern die höchste Erhebung darstellt. Die Gemarkung umfasst ausgedehnte Wälder, landwirtschaftlich genutzte Flächen und Siedlungsgebiete.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr siebenfünffünf, als Winenheim im Lorscher Codex verzeichnet wurde. Im Mittelalter prägten Streitigkeiten zwischen Mainz und der Pfalz die Entwicklung: Während die Altstadt unter mainzischer Herrschaft stand, entstand auf Initiative der Wittelsbacher eine Neustadt, die später zur Keimzelle der heutigen Altstadt wurde. Nach der Auflösung der Kurpfalz gelangte Weinheim zu Baden und entwickelte sich zu einem regionalen Verwaltungszentrum.
Die beiden Burgen Windeck und Wachenburg gelten als Wahrzeichen der Stadt und verleihen ihr den Beinamen „Zwei-Burgen-Stadt“. In der Altstadt finden sich historische Bauwerke wie das Schloss oder die Altstadtkirche, während die Umgebung mit Mandelbäumen und Obstplantagen das milde Klima der Bergstraße widerspiegelt. Regelmäßige Feste und das lebendige Vereinswesen prägen das kulturelle Leben.