Weismain liegt im Norden Bayerns, eingebettet am Rand des Naturparks Fränkische Schweiz – Frankenjura. Der gleichnamige Fluss durchzieht die Stadt, deren Höhenlage zwischen 295 und 547 Metern über Normalnull schwankt. Als staatlich anerkannter Erholungsort seit 1976 bietet die Umgebung mit ihrer typischen Jura-Landschaft Wander- und Erkundungsmöglichkeiten.
Die ersten Spuren menschlicher Anwesenheit reichen bis in die Spätantike zurück, wie archäologische Funde von Scherben aus dem 3. oder 4. Jahrhundert belegen. Eine frühmittelalterliche Begräbnisstätte aus dem 8. und 9. Jahrhundert mit reichen Beigaben deutet auf eine wohlhabende Siedlung hin. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Weismain im Jahr 800 durch eine Aufzeichnung des Klosters Fulda. Im Dreißigjährigen Krieg soll eine List der Bewohner die schwedischen Belagerer vertrieben haben, woran noch heute eine jährliche Schwedenprozession erinnert.
Besonders sehenswert ist das Nordjura-Museum im Kastenhof, das in einem barocken Gebäude von 1701 bis 1703 entstand. Es widmet sich der geologischen Entstehung der Region, historischen Konflikten und traditionellen Handwerken wie Brauerei oder Textilherstellung. Die Stadt liegt an bekannten Routen wie der Burgenstraße und beherbergte einst mehrere Brauereien, darunter die Püls-Bräu, die seit 1798 besteht. Einst prägten auch große Unternehmen wie eine Wurstfabrik oder eine Bekleidungsmanufaktur das wirtschaftliche Bild.