Hollfeld liegt im Norden der Fränkischen Schweiz, wo die Flüsse Wiesent und Kainach zusammenfließen. Eingebettet zwischen den Landkreisen Bamberg, Lichtenfels und Kulmbach, ist die Stadt etwa 25 Kilometer von Bayreuth und 35 Kilometer von Bamberg entfernt. Als staatlich anerkannter Erholungsort profitiert sie von der malerischen Landschaft der Region.
Die Geschichte Hollfelds reicht bis in vor- und frühgeschichtliche Zeiten zurück. Erste Spuren finden sich auf dem Hohen Knock bei Loch, wo eine frühgeschichtliche Befestigungsanlage nachgewiesen wurde. Urkundlich erwähnt wird der Ort erstmals im Jahr 1017, als der Bischof von Würzburg Zehntrechte an Bamberg abtrat. Im 13. Jahrhundert erhielt Hollfeld Stadtrecht, nachdem es zuvor als Grenzfestung zwischen Bamberg und dem Markgraftum Kulmbach-Bayreuth diente. Kriege, Brände und Seuchen prägten die folgenden Jahrhunderte, darunter der Dreißigjährige Krieg und der Markgrafenkrieg.
Heute ist Hollfeld bekannt für seine historische Altstadt und die erhaltenen Bauwerke wie das Bahnhofsensemble aus der Zeit der Bahnstrecke Bayreuth–Hollfeld. Ein besonderes Ereignis war der Madonnenraub 1962, bei dem die Riemenschneider-Madonna aus Volkach in der Nähe der Badersleite vergraben wurde. Die Stadt pflegt zudem eine Dankprozession am 15. August, die auf ein Gelöbnis aus dem Jahr 1945 zurückgeht.